Kopfschnittmodelle im Erste-Hilfe-Kurs – 5 Ideen für den Unterricht

Kopfschnittmodelle im Erste-Hilfe-Kurs: 5 Ideen für den Unterricht

Ein Kopfschnittmodell zeigt, was im Körper passiert, wenn ein Mensch bewusstlos wird. Damit wird aus einer Regel („Atemwege freimachen“) ein Aha-Moment. Hier sind fünf Ideen, wie Sie die Modelle im Kurs einsetzen können.

1. Der Einstieg: „Warum erstickt ein Bewusstloser?“

Halten Sie das Modell in Normalposition hoch und zeigen Sie den freien Luftweg (blau). Neigen Sie es dann nach vorne: Die Zunge (rot) verlegt den Rachen. Diese Demonstration dauert 30 Sekunden und bleibt im Kopf.

2. Kopf überstrecken – vorher und nachher

Lassen Sie Teilnehmende das Modell selbst in die Hand nehmen und den Kopf überstrecken. Sie sehen unmittelbar, wie sich der Atemweg öffnet. Das schafft Vertrauen in eine Maßnahme, die viele Laien zunächst zu zögerlich ausführen.

3. Der Vergleich: Baby, Kind, Erwachsener

Stellen Sie die Modelle nebeneinander auf. Lassen Sie die Gruppe Unterschiede finden: Proportionen des Kopfes, Länge des Halses, Größe der Zunge. Erklären Sie anschließend, warum der Kopf eines Babys in Neutralposition bleibt. Mehr dazu im Artikel Atemwege freimachen bei Baby, Kind und Erwachsenem.

4. Stabile Seitenlage begründen

Zeigen Sie am Modell, warum in der Stabilen Seitenlage der Kopf leicht überstreckt und der Mund zum tiefsten Punkt gerichtet wird: Die Atemwege bleiben frei, und Erbrochenes kann abfließen.

5. Quiz-Station

Bauen Sie eine Station auf, an der Teilnehmende das Modell in die richtige Position bringen müssen. Ein Halter hält das Modell sicher aufrecht, sodass mehrere Gruppen nacheinander arbeiten können.

Fazit

Kopfschnittmodelle kosten wenig Kurszeit, machen aber einen der wichtigsten Inhalte der Ersten Hilfe begreifbar. Am vielseitigsten ist das Familien-Bundle mit Baby, Kind, Mann und Frau.

➡️ Zu den Kopfschnittmodellen

Hinweis: Dieser Artikel ersetzt keine Erste-Hilfe-Ausbildung. Maßgeblich sind die jeweils aktuellen Leitlinien.

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